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Hier finden Sie eine Auswahl des Dorfschmuckes, mit denen Bürger von Otterwisch unser Dorf zur 750 Jahrfeier geschmückt haben. Diese sind nach Straßen geordnet, der jewilige Straßenname steht immer oben darüber. Richtung ist von Dorfmitte zum Dorfausgang. Die Marke 150 wurde geknackt, 166 tolle Objekte sind zu sehen :-)  So eine Teilnahme habe ich in den letzten Jahren in noch keinen Dorf gesehen, es ist einfach toll. Dies war der letzte Stand vom 08.09.2019.

Einige Bilder, bei denen der Kursor als Hand gezeigt wird, können per Klick größer angezeigt werden.
Z.B.: wenn die Schrift zu klein angezeigt wird.


Schnellzugriff zu den einzelnen Straßen, durch Klick auf den Namen:
Am_Bahnhof  Am_Oberteich  Am_Türmchen  Bad_Lausicker_Str  Bahnhofstr  Brückenweg  Gartenstr
Großbucherstr  Hauptstr  Hintere_Dorfstr  Neue_Str  Rittergut  Sommerberg  Stockheimer_Str
Str_des_Friedens  Waldsiedlung  Wiesenstr  Winterberg    

 

Sollte jemand ein paar ausagekräftige Zeilen zu dem einen oder anderen Bild haben, so würde ich mich freuen
wenn er sie mir zukommen lässt. So könnten die Besucher den Sinn der Objekte vielleicht besser verstehen.

 

Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht zum Schutz des Eigentums.
Bei Verwendung der Bilder im Internet oder anderen öffentlichen Auftritten, wenden sie sich bitte vorher an mich.

Text und Fotos:
Klaus Döge
Quelle: Broschüre "725 Jahre Otterwisch"

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Oterwash ... Otterwisch

Die erste schriftliche Erwähnung erfolgte  in einer
Urkunde vom 8.Oktober 1269. Darin bestätigt der Bischhof Friedrich von Merseburg dem Nonnenkloster in Grimma die Patronatsrechte über die Kirche in Bardau und weist den Pleban(Priester) aus Bardau unter anderem 12 Solidos als Einnahmen aus "Oterwash" zu.
Die Schreibweise von Otterwisch hat sich dannach im laufe der Jahrhunderte oft geändert.
So z.B. Oterwacz(1306), Ottirwasch(1421), Otterwusch(1500),
Otterwisch(1446, 1514), Otterbusch(1530) und Otterwisch(1717).
Welchen Ursprungs (ob deutsch oder slawisch) der Name, ist kann nicht mit Sicherheit gesagt werden.
Es ist anzunehmen das "Otter" vom Fischotter abgeleitet ist, der Rest ist nicht klar.

Dieses schöne Schild steht am Reitplatz direkt an der Festwiese.

Am Bahnhof
Stellvertretend für den ehemaligen Bahnhof steht fast an gleicher Stelle diese Strohlok. Otterwisch erhielt 1887, als die Teilstrecke Leipzig-Bad Lausick-Geithain eröffnet wurde, den Anschluß ans Eisenbahnnetz. In den Folgejahren entstand der Bahnhof Otterwisch. 1994 stand er zum Verkauf, da sich wohl niemand fand wurde er später abgerissen.

 

Am Oberteich:

 

Am Türmchen:
Die Straße wurde nach dem gleichnamigen Bauwerk benannt, welches auf dem Sommerberg gegenüber des Straßeneinganges stand. Im 18. Jahrhundert, nach der Fertigstellung des Schloßes wurde gleich in der Nähe in einem Gebäude des Rittergutes eine Brennerei betrieben. Das Türmchen diente mit seinem tonnenförmigen Keller als Lager für die Brennerei. 


 

Bad Lausicker Straße:

Wer von den alten Otterwischern kennt ihn nicht, den Lebensmittel Markt von Milda und Arthur Katzer.
Ab 1986 durch Tochter Renate Perleß bis 2006 weiter geführt. Ich kann mich auf jeden Fall noch sehr gut
daran erinnern. Als Kinder war es eine Fundgrube, denn hier gab es echte "Wundertüten" man wusste zwar nicht
was drin ist, aber es war immer eine Überraschung dabei. Auch das damals echte "Krügerol" war hier zu bekommen.
Gibts heute auch wieder, schmeckt aber nicht wie das Original von damals. Und für mich auch unverzichtbar
die Limonade "Orancia" aus der Colditzer Brauerei, die gab es nur hier und schmeckte unglaublich gut. :-)
Ja und eins hätte ich fast vergessen, am Hintereingang konnte man auch nach Ladenschluß alles bekommen.
Da war der Kunde wirklich noch König, wo gibt es solch ein Geschäft heute noch.




Unverkennbar, die Schlosserei Köcher. Wer kennt nicht das Otterwischer Urgestein genannt "Hold". Viele Alteinwohner werden sich noch an ihn erinnern und von ihm gefertigte Teile besitzen. Vom Pferdebeschlag bis zur Reparatur von Landmaschinen wurde damals alles gemacht. Und als Kind konnte man auch zusehen wie geschweisst wurde. Zur Ernte blitzte es manchen Abend bis in die Nachtstunden. Auch das Fahrrad erinnert mich an ihn. Es ist als kommt er gerade bei mir vorbei, um zu sehen was im Sportlerheim so los ist..


Unsere jüngeren Mitbürger kennen es gar nicht. So wurde früher das Getreide getrocknet. Indem sogenannte Strohpuppen, wie hier zu sehen, zum Trocknen auf den Feldern standen. Später wurde das Getreide auf den Hof gefahren und gedroschen. Ganz früher mit dem Dreschflegel, später mit Dreschmaschienen die bei den Bauern zu Hause in den Scheunen standen.






 

 

Bahnhofstraße:


















Am Bahnübergang in Richtung Hainichen, übernahm die Fa. Händel Haushaltbrennstoffe zur Weiterleitung an die Kunden, außerdem verschiedene Düngemittel. Text vergrößern durch Klick ins Bild.

Brückenweg:



 

Gartenstraße:







 

Großbucher Straße:













Das Grundstück der Käserei Ludwig war ehemals ein Steinbruch wo Grauwacke abgebaut wurde.
1896 kaufte Gustav Ludwig das Anwesen und begann mit der manuellen Produktion von Sauermilchkäse. Viele werden die Marke "ALO" gut kennen. Den Betrieb gibt es nun schon über 100 Jahre, heute wird er von Fam. Naumann betrieben.





 

 

Hauptstraße:











Diese Tafel hängt am neuem Feuerwehrgebäude, in welchen sich auch das Gemeindeamt befindet.

In drei Jahren feiert unsere Feuerwehr 100jähriges Bestehen. Ein Bericht von Karlheinz Herfurth, in der Broschüre
zur 725 Jahrfeier sagt, dass ein Arno Graul aus Nerchau am 27.02.1922 interessierte Otterwischer Bürger in den
Gasthof "Zum goldenen Lamm" einlud. Dabei überzeugte er die Otterwischer eine Feuerwehr zu gründen.
Gleich nach dem Umtrunk wurden die Kameraden mit Handschlag verpflichtet und Otterwisch hatte eine Feuerwehr.







Das Hollaufer Haus hat eine interessante Geschichte. Text zum lesen vergrößern durch Klick ins Bild.

Die Gaststätte "Gute Quelle" der Fam. Kupfer war immer ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt. Es herrschte eine familiäre Atmosphäre und man musste beizeiten sehen, dass man einen Platz bekam. Zu früherer Zeit gab es 5 Gaststätten in Otterwisch und 2 Tanzsäle.
Texte zum Lesen vergrößern durch Klick ins Bild.















Die Schäferei befindet sich an einer geschichtsträchtigen Stelle. Denn hier befand sich der Ort Groitzsch, heute noch "Grötsch" genannt. Eine kaum noch sichtbare Wallanlage nebenan und Bodenfunde deuten darauf hin, dass hier in der Slawenzeit (7. bis 10. Jahrhundert n. Chr.) eine befestigte slawische Siedlung gewesen sein muß.

 

Hintere Dorfstraße:
Die Bäckerei Günther war eine der Bäckereien die ich als Kind noch besuchte. Jedes Jahr im Dezember wurden hier
die Stollen für das ganze Dorf gebacken. Die Zutaten brachte man zum Bäcker und ein paar Tage später war der
große Tag des Stollen-Holens. Klar wurde gleich erst mal gekostet, dann war aber bis Weihnachten Ruhe.
















Die Wassermühle am gleichnamigen Mühlteich ist jedem alten Otterwischer noch bekannt. Jeder Bauer brachte hier
sein Korn zum Mahlen in die Mühle. Ich war als Kind mit meinen Vater auch hier und habe gestaunt wie aus den
Körnern Mehl entstand. Danach war die Zutat für den Kuchen usw. das ganze Jahr gesichert. Brot wurde zu dieser Zeit
nur selten selbst gebacken. Denn in Otterwisch gab es nicht nur einen Bäcker.


 

Neue Straße:




 

Rittergut:

 

 

Stockheimer Straße:



Es gibt einige Jubiläen in diesem Jahr. 750 Jahre Otterwisch, 50 Jahre Storchennest und 30 Jahre Bürgermeister.





 

Sommerberg:

 

Straße des Friedens:



 

Waldsiedlung:









 

Wiesenstraße:







 

Winterberg:
Die Gaststätte "Zur Linde" war eine der vielen Gaststätten die es in Otterwisch schon gab. Hier an der "Ecke" war früher ein beliebter Treffpunkt. Und in der Gaststätte machten Durchreisende Rast. Der Gasthof wurde mitte des 19. Jahrhunderts erbaut. Bruno Krebs erwarb ihn 1906 von seiner Mutter Auguste. Da Bruno Krebs bereits 1915 starb, übernahm seine Ehefrau Hedwig Krebs den Gasthof, und führte ihn bis 1942. Der Gasthof hatte auch eine Kegelbahn und Zimmer zur Übernachtung. Ein Klick ins Bild zeigt eine alte Skizze des Gasthofes.

Das Pfarrhaus, zwischen Wald und Gösel und von den Liskowschen Linden beschattet, ist ein idyllischer Ort in Otterwisch. Die heute über 350jährigen Linden pflantzte der Pfarrer und kaiserlich gekrönte Poet Salomo Liskow am 31. Oktober 1667 zur 150jährigen Jubelfeier der Reformation. Größerer Text mit Klick ins Bild.


Gärtnerei Obermüller kannte jeder im Ort. Nach dem Krieg betrieb Arno Stöhr die Gärtnerei und
als Kind war es immer schwierig am Eingang vorbei zu kommen. Entweder kam der weiße Spitz,
"Moritz" genannt, und kniff ins Bein oder Arno stellte den Regner
hinter der Hecke
an um uns Kinder
zu ärgern. Der Spitz bedrängte immer den Hund vom Schmied Kunze gegenüber der Kirche, und als
es dem Schmied einmal zu bunt wurde, tauchte er "Moritz" kurzerhand ins Altölfaß.
Frau Stöhr hat wohl Wochen gebraucht bis er wieder weiß war. Aber der Hund vom Schmied hatte
nun offensichtlich seine Ruhe. In den 60iger Jahren übernahm Fam. Rudolf Obermüller die Gärtnerei
und von nun an konnten auch Kinder ohne Furcht vorbei gehen oder die Gärtnerei besuchen.


Das Storchennest in Otterwisch ist seit 50 Jahren dokumentiert. Seit 2010 ist es live im Internet zu erleben. Bisher haben diese Seite schon mehr als eine Million Besucher aus über 100 Ländern besucht. Damit ist Otterwisch wohl weltbekannt. Großen Anteil an der lückenlosen Dokumentation hat die viel zu früh verstorbene Biologielehrerin Elida Buchholz aus Otterwisch. Mehr zum Thema Storchennest findet man unter www.storchennest-otterwisch.de

Ein Segelboot in Otterwisch ? Nun ja hier wohnt der Landesjugendmeister der Bundesländer Mecklenburg -Vorpommern und NRW des Jahres 2018 in der 49er Klasse.
Und mit so einem Teil holte er sich seine Titel.